Distanz: 30.8 km
Gesamter Aufstieg: 732 m
Fahrtzeit: 2 Std. 30 min.
Standzeit: 1 Std. 30 min. (Picknick und "Sünnele" auf der Gisliflue)
Höchste Zeit um den ersten Tourenbericht des Jahres 2006 online zu stellen. Bei der Napf-Tour bin ich leider aus zeitlichen Gründen nicht dazugekommen (Bilder vom Napf gibt es aber hier).
Pünktlich zu meinem 3-wöchigen (!) Urlaub montierte ich den Veloträger an meinen Ford und fuhr morgens kurz vor 10 Uhr los Richtung Schinznach-Bad, von wo die Route auf die Gisliflue startete. Bei wolkenlosem Himmel und angenehmen Temperaturen radelte ich los Richtung Juraketten. Schon kurz nach dem Start machte ich die erste Photopause um einige Bilder von der Aare zu knippsen:
Nachdem ich dann im Dörfchen Wallbach einem Bienen-Volk ziemlich nahe gekommen war, stieg die Strasse langsam und immer steiler hoch nach Linn. Nur einmal wurde es etwas laut auf dem Bike, als ein Autofahrer auf der staubigen Strasse ohne zu verlangsamen an mir vorbeifuhr und eine riesige Staubwolke aufwirbelte.
In Linn, direkt an der Bikeroute auf die Gisliflue, steht die vermutlich älteste Linde der Schweiz. Das stolze Alter von 800 Jahren wird weitläufig geschätzt. Die 10-minütige Verschnaufpause nutzte ich wieder um einige Bilder von dieser schönen Landschaft und natürlich auch von der Linde zu machen. Kurz nach der Weiterfahrt bog die Garmin-Route links in den Wald hinein. Der steile Wanderweg Richtung Linnerberg forderte mich dann ziemlich stark. Und so kam es, dass ich das Bike zum ersten, aber nicht zum letzten Mal an diesem Tag schieben musste.Rauf und runter, durch Wälder und Wiesen näherte ich mich nun rasch der Staffelegg, wo ich die Hauptstrasse aber nur überquerte und direkt dem Gisliflue-Grat zusteuerte. Der steinige Wanderweg zwang mich nun wieder öfters vom Bike zu steigen. Irgendwie erinnerte mich das an die Wasserflue-Tour vom letzten Jahr, wo ich die halbe Strecke zu Fuss absolvierte. Die letzten paar Höhenmeter vor dem Gipfel musste ich dann sogar noch buckeln. Die Belohnung für die Strapazen bakam ich dann aber trotzdem noch. Eine herrliche Aussicht öffnete sich vor mir mit Ausblick über die Jurakette sowie hinunter nach Aarau und Gösgen. Genau richtig um einen Rast einzulegen und das eingepackte Picknick zu geniessen.
Ich war überrascht, wieviele Leute den Weg nach hier oben fanden. Wanderer, Biker und sogar Jogger kreuzten ihre Wege auf dem schmalen Grat. Nach gut einer Stunde setzte ich meine Fahrt (oder besser gesagt Marsch) fort. Die steile Rampe hinunter nach Wildegg war vor allem am Anfang zu risikoreich für mich. "Ideale Feierabendroute" stand auf "GPS-Tracks.com". Für mich fühlte sich das in diesem Moment so ziemlich anders an! Auf der Ebene angekommen, erblickte ich in weiter Ferne noch den Staufberg, den ich dann noch schnell auf meinem "1GB-Rigeli" speicherte. Die gerade Strecke von Wildegg nach Schinznach-Bad führte dann der Aare entlang und war ideal, um die Beine wieder etwas zu lockern.
