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Distanz: 42.5 km
Gesamter Aufstieg: 1210 m
Benötigte Zeit: 4 Std. 20 min. (inkl. 30 Minuten Mittagspause auf dem Schnebelhorn)

Heute hat es mich das erste Mal mit dem Bike in den Kanton Zürich verschlagen. Die GPS-Route "Schnebelhorn" von der Seite GPS-Tracks.com war angesagt. Und ich kann sagen: Herrlich, herrlich, herrlich! Aber schön der Reihe nach:

Ausgangspunkt zu der Rundtour war der Bahnhof Bauma im Tösstal. Den 1-stündigen Anfahrtweg nahm ich auch heute mit dem Auto vor. Mit von der Partie war mein neuer (kombinierter) Camelbak Bike-/Trinkrucksack mit einem Flüssigkeitsvolumen von 3 Litern, nachdem ich bei der letzten Tour auf die Wasserflue einem Flüssigkeitsmangel zum Opfer fiel. Und schliesslich wollte ich für die bevorstehende Alpenüberquerung Anfang August den Rucksack auch mindestens einmal getestet haben.
Das erste Hindernis hatte ich bereits kurz nach Pfäffikon (ZH) zu überwinden. Und das wohlgemerkt noch im Auto! Eine ganze Kuhherde hatte sich auf die Strasse verirrt und mir so die Durchfahrt verunmöglicht. In Bauma angekommen, schnallte ich sofort meine Bikeschuhe und radelte los.

Bereits nach ungefähr 200 Metern stieg die geteerte Strasse an Richtung Wofsberg und Ghöweid. Um ja nichts zu versäumen, knippste ich schon bald einmal die ersten Bilder mit meiner Kamera (die ersten beiden noch vom Dorf Bauma, Nummer 3 und 4 bereits nach einigen zurückgelegten Höhenmetern). Meine Bedenken, dass es zu Beginn vielleicht noch etwas kühl sein könnte, waren jedenfalls sehr schnell verflogen. Es war ja schliesslich erst 9 Uhr morgens, und als ich in Lengnau losfuhr gerademal 14 Grad warm (oder eben kühl). Nach einem kurzen, aber steilen Waldstück folgte dann die Abfahrt Richtung Fischenthal. Hier begegneten mir die ersten Biker und Wanderer.

Einen kurzen Abschnitt fuhr ich nun wieder auf der Tösstalstrasse, bis die Route im Dorf Fistel links abbog und damit ein sehr steiles Teilstück "einläutete". Einmal musste ich sogar vom Sattel steigen, als mir auf der engen Strasse 2 Autos entgegenkamen. Und dann merkte ich, wie schwierig es mit dem Bike ist, im steilen Hang aus dem Stand loszufahren. Aber schlussendlich klappte es dann trotzdem. Kurz darauf näherte ich mich dem Wegpunkt 18 auf der GPS. In der Routenbeschreibung stand: Kurze Tragstrecke! Wie wahr..., die nächsten 3 Bilder zeigen diese Passage. Vor allem Wurzeln und grosse Steine führten dazu, dass sogar das "Wandern" mühsam wurde. Als ich dann endlich wieder fahren konnte, versperrten mir heute schon zum 2. Mal Kühe den Weg. Und zu meinem Entsetzen war es schier unmöglich, nicht durch Kuhfladen zu fahren. Bikeschuhe und Bikepneus waren anschliessend vollgeschmiert von dieser Sch...!

Nun folgte eine herrliche Waldpartie auf einer Schotterstrasse (teilweise noch etwas nass und sumpfig vom Regen vor 2 Tagen). Ich genoss die Ruhe, die hier im Wald herrschte! Am Ende dieses Teilstückes war dann zum ersten Mal Abfahrts-Technik gefragt, als der Weg über eingebaute Stufen steil aus dem Wald führte. Ich überwand diese Hürde mehr schlecht als recht, aber trotz allem fahrend.
Langsam aber sicher näherte ich mich dem höchsten Punkt im Kanton Zürich. Dem Schnebelhorn auf über 1200 MüM. Bevor ich aber die letzten Höhenmeter in Angriff nahm, gönnte ich mir eine halbstündige Pause um mich zu verpflegen. Während ich mich erholte, begegneten mir sehr viele Wanderer. Grössere und kleinere Gruppen. Alle genossen den wunderbaren Tag!


Nun folgte noch der Schlussspurt mit dem steilsten Stück überhaupt! Nur knapp schaffte ich die Rampe ohne vom Bike zu steigen. Die Gläser meiner Sonnenbrille waren längst beschlagen vom Schweiss und der Hitze. Nur gut, dass ich mich immer noch im Wald befand. Hätte die Sonne zusätzlich noch eingeheizt, ich wäre wohl "verschmachtet"!
Eine Stelle musste ich mir aber noch einprägen: Beim Wegpunkt 29 unbedingt die Abzweigung rechts hinein in den Wanderweg nicht verpassen! Denn nur dieser führt hinauf auf das Schnebelhorn. Auf dem engen Pfad war es nun auch nicht mehr möglich zu fahren. Es herrschte einfach zu viel Wander- und Bikeverkehr.
Nach einem kurzen Halt auf 1200 MüM und den schon fast obligaten Bildern machte ich mich auf den Weg zur Abfahrt in Richtung Steg, Lipperschwendi, Wellenau und Bauma. Kritische Stellen gab es nur noch einmal, als die Waldstrasse sehr steil und zudem noch um eine Kurve abfiel. Das letzte Teilstück folgte dann erneut der Tösstalstrasse entlang Richtung Bahnhof Bauma, von wo ich den Heimweg in den Aargau in Angriff nahm.

Alles in allem eine sehr schöne Tour mit vielen Up's und Down's, gut ausgebauten Wanderwegen (im Gegensatz zur Wasserflue) und einer herrlichen Aussicht auf dem höchsten Punkt des Kanton Zürichs.

Höchster Punkt heute war auf dem Schnebelhorn nach exakt 25.7 Kilometern: 1202 MüM

 
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